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Häufig gestellte Fragen für Schulen

Die Rubrik Häufig gestellte Fragen für Schulen stellt die Dienstleistungen des Kulturfunkens vor, und hilft bei der Gesuchstellung.

Vorstellung

1. Ziele

Sie finden hier die Ziele des Kulturfunken-Programms der Dienstelle für Kultur des Kantons Wallis

2. Zielpublikum

Der Kulturfunken unterstützt die Anträge von öffentlichen Walliser Schulen der obligatorischen Schulpflicht und der Sekundarstufe II:

  • welche eine kulturelle Aktivität für ihre Schüler suchen, die entweder kostenlos oder zu einem Vorzugspreis angeboten wird, und in einer Walliser Kulturinstitution oder an der Schule präsentiert wird
  • welche einen professionellen Kulturschaffenden für die Begleitung einer Schulproduktion suchen, und eine Unterstützung für seine Lektionen beantragen möchten.

2. Unterstützte Sparten
  1. Literatur und Leseförderung
  2. Visuelle Kunst, Design und Architektur. Dazu gehören Bildhauen, Photographie und Comics
  3. Musik
  4. Bühnenkünste, d. h. Theater, Tanz, Zirkus, Marionetten- und Erzählkunst 
  5. Film und Video
  6. Natur-, Geisteswissenschaften und Kulturerbe mit Bezug zum Wallis. Dazu gehören Walliser Geschichte und Geographie, Baukunst, archäologisches, historisches und natürliches Erbe sowie das immaterielle Kulturerbe des Wallis

 

Unterstützte Projekte, Kriterien und Höhe der Unterstützung

Der Kulturfunken unterstützt zwei Projekttypen.

1. Begleitung eines kulturellen Schulprojekts durch einen Kulturschaffenden

Unterstützungskriterien

  1. Die Zusammenarbeit erfolgt mit einem professionellen Kulturschaffenden
  2. Der Kulturschaffende ist im Wallis ansässig oder regelmässig im Kanton tätig.

Die Mitglieder der Kulturfunken-Liste arbeiten regelmässig mit Schulen.

Es ist auch möglich, mit Kulturschaffenden, die nicht auf dieser Liste eingetragen sind, zu arbeiten, sofern sie die Professionalitätskriterien der Dienststelle für Kultur erfüllen.

Höhe der finanziellen Unterstützung

Die Begleitung wird durch die Anzahl Lektionen von 45 Minuten, die der Kulturschaffende gibt, berechnet. Es gelten in der Regel folgende Tarife: 

Tarif 1 : 100.- pro Lektion

  • Begleitung eines kulturellen Schulprojekts mit umfangreicher Vorbereitung und Koordination
  • Bei umfangreichen Projekten werden die ersten 15 Lektionen zu diesem Tarif vergütet.

Tarif 2 : 65.- pro Lektion

  • Einmalige Vorstellung seiner Tätigkeit durch einen Kulturschaffenden, oder Wiederholung eines Angebotes für mehrere Schulen
  • Bei grösseren Projekten, die einen Umfang von mehr als 15 Lektionen haben, werden die restlichen Lektionen zu diesem Tarif vergütet.  

2. Ankauf einer kulturellen Produktion mit oder ohne Workshops

Unterstützungskriterien

  • Die Produktion wird entweder an einer Walliser Kulturinstitution oder an der Schule selbst gezeigt
  • Die Zusammenarbeit erfolgt mit professionellen Kulturschaffenden, die im Wallis regelmässig tätig sind
  • Die Anträge müssen eine solide Vor- und Nachbereitung im Klassenzimmer oder außerhalb der Klasse vorweisen. Diese Schritte fordern die Beteiligung der Schüler und integrieren das Projekt in eine Lernsequenz.

Projekte mit ausserkantonalen Kulturschaffenden werden nur dann unterstützt, wenn kein entsprechendes Angebot im Wallis vorhanden ist. Sie müssen ausserdem von einer soliden pädagogischen Vor- und Nachbereitung begleitet werden.

Es ist nicht möglich, einen Antrag für eine Produktion zu stellen, die bereits im Onlinekatalog angezeigt wird. Diese Produktionen werden in der Tat entweder kostenlos angeboten oder wurden bereits auf der Seite der Kulturschaffenden unterstützt. Schulen, die ein Angebot des Onlinekatalogs reservieren möchten, nehmen direkt Kontakt mit dem Anbieter auf.

Höhe der Unterstützung

Die Dienststelle für Kultur arbeitet nicht mit festgelegten Beträgen, um der Vielfalt der Projekte gerecht zu werden. Folgende Angaben veranschaulichen jedoch die Unterstützungsmöglichkeiten:

  • Ankauf einer Produktion: in der Regel 1/3 des Preises pro schulischer Leistung
  • Ankauf von professionell geführten Workshops rund um die Produktion: in der Regel 100.- pro Lektion für die 15 ersten 45 minütigen Lektionen, dann 65.- pro Lektion für die restlichen Lektionen. Workshops von Kulturschaffenden ohne anerkannter Erfahrung und/oder Ausbildung als Kulturvermittler werden zu 65.-pro Lektion unterstützt. 

Beispiele von Personen, die nicht als professionelle Kulturschaffende anerkannt werden

Sie sind ein Musiker und spielen in Laienensembles Ihrer Region. Sie treten im Rahmen von Volksfesten auf.

Sie haben eine Ausbildung als professionellen Schauspieler, sind jedoch hauptsächlich im gesundheitlichen und sozialen Bereich aktiv. Sie geben kunsttherapeutische Workshops und setzen ihre künstlerischen Fähigkeiten im Rahmen von Präventionsprojekten ein.

Sie sind Musiklehrerin und führen in Ihrer Schule die Theaterstücke der Schüler auf.

Die Nicht-Anerkennung als professioneller Kulturschaffender bedeutet keine negative Wertschätzung Ihrer Tätigkeit. Jene Tätigkeit entspricht einfach nicht den Zielsetzungen des Programms.


Beispiele für kulturelle Schulprojekte, die von einem Kulturschaffenden begleitet werden

Sie unterrichten visuelle Künste und arbeiten mit einer Videokünstlerin zusammen, die Ihre Klasse bei einem Projekt über die Kunst des filmischen Selbstporträts coacht.

Sie unterrichten Geschichte und arbeiten mit einer Spezialistin der Walliser Geschichte zusammen. Diese Historikerin begleitet die Schüler in der Erforschung der Dorfgeschichte und deren schriftlichen Quellen.

Kosten, welche die Schule übernimmt sowie nicht unterstützte Projekte

1. Kosten, welche die Schule übernimmt

  • Transportkosten der Schüler
  • Material und Logistikkosten
  • Verpflegungs-, Übernachtungs- und Transportkosten der Kulturschaffenden
  • Für Projekte, die einen Umfang von mehr als 15 Lektionen haben, und falls die weiteren Kosten gering ausfallen (Transportkosten der Schüler oder Material- und Logistikkosten), übernimmt die Schule einen Teil der Lektionen, die der Kulturschaffende im Rahmen des Projekts gibt.

2. Nicht unterstützte Projekte

  • Projekte, die Unterhaltungsziele verfolgen (Ausflug, Weihnachtskonzert, Wettbewerbe)
  • Projekte, die kommerzielle Ziele verfolgen
  • Projekte von Laien
  • Entlohnung von professionellen Künstlern, die einen Jahresauftrag für musikalische oder theatralische Animation an einer Schule haben
  • Präventions- und Integrationsprojekte sowie Projekte im Bereich der nachhaltigen Entwicklung, die nicht von Künstlern aktiv mitgestaltet werden. Theaterensembles, die sich auf den Bereich der Prävention spezialisiert haben, werden z. B. nicht unterstützt, da das Theater in diesem Fall als Mittel zur Prävention eingesetzt wird
  • Schulausflüge, Schulreisen, Austausche
  • Sportliche Projekte
  • Religiöse Projekte.
Die Angebote für die Schulen

Der Onlinekatalog stellt einerseits die kostenlosen Angebote der Kantonsmuseen, der Mediathek Wallis und des Staatsarchives vor. Andererseits führt er Angebote zu einem Vorzugspreis auf, welche bereits aufseiten der Kulturschaffenden unterstützt wurden.

Er wird vier Mal pro Jahr nach den Sitzungen der Kulturfunken-Steuerungsgruppe aktualisiert.

Die Schulen können ein Angebot nach Sparte, Stufe, Ort und Sprache suchen. Sie reservieren ihre Aktivität beim Anbieter, dessen Angaben sie auf den Beschrieben finden.

Die Liste der Kulturschaffenden

Die Onlineliste bildet ein Verzeichnis für Schulen, welche einen Partner für ein kulturelles Projekt im schulischen Rahme suchen.

1. Vorteil einer Zusammenarbeit

Bei den Kulturschaffenden, die auf dieser Liste eingetragen sind, handelt es sich um Künstler und Spezialisten des Kulturerbes mit regelmässiger Tätigkeit im Wallis. Sie führen regelmässig Schule-und-Kultur Projekte durch.

2. Drei Arten der Zusammenarbeit

Die Zusammenarbeit kann von kurzer Dauer sein, oder sich über mehrere Monate entwickeln. Drei Arten der Zusammenarbeit werden unterstützt:

  • Einmalige Begegnung mit einem Kulturschaffenden
  • Workshop/s mit einem Kulturschaffenden
  • Begleitung einer Schulproduktion durch einen Kulturschaffenden.

3. Eine Zusammenarbeit organisieren

  • In Absprache mit der Schulleitung nimmt der Lehrer mit den entsprechenden Kulturschaffenden der Liste Kontakt auf
  • Sobald der richtige Kooperationspartner gefunden ist, klären beide Partner die Ziele, die Kompetenzen, die Einschränkungen, und die Bedürfnisse. Dann definieren sie zusammen den Zeitpunkt und das Budget des Projektes, welches immer von der Schule mitfinanziert wird
  • Danach beantragt die Schule eine finanzielle Unterstützung für die Lektionen, die der Kulturschaffenden im Rahmen des Projekts gibt. Bei Mitgliedern der Kulturfunken-Liste muss die Schule keinen Lebenslauf beilegen.

Schulen können auch mit Kulturschaffenden arbeiten, die nicht auf der Liste eingetragen sind, sofern sie die Professionalitätskriterien der Dienststelle für Kultur erfüllen.

Die Kulturfunken-Tools
Entdecken Sie die Kulturfunken-Tools sowie weitere Ressourcen, um ein Schule und Kultur Projekt zu erarbeiten.
Vorgehen, um eine Unterstützung zu beantragen

1. Fristen für die Gesuchstellung

Die Gesuche von den Schulen müssen minimum 4 Wochen vor Projektbeginn mit den Klassen eingereicht werden. Nur vollständige und termingerechte Dossiers werden behandelt.

Gesuche werden ausschliesslich über das Gesuchsportal der Dienststelle für Kultur www.vs-myculture.ch erstellt.

2. Ein Gesuch stellen

Gesuche werden von der Schulleitung eingereicht. In Einverständnis mit der Schulleitung können sie auch vom Sekretariat gestellt werden:

  • Gehen Sie auf www.vs-myculture.ch
  • Eröffnen Sie ein Konto im Namen der Schule, mit der Schulleitung als Kontaktperson
  • Wählen Sie die Rubrik Kulturfunken / Schulprojekt 
  • Laden Sie die erforderlichen Beilagen als PDF-Dateien hoch: Lebenslauf der Kulturschaffenden, die nicht auf der Kulturfunken-Liste sind, Budget, usw.
  • Für Projekte der obligatorischen Schulpflicht laden Sie bitte das Inspektorat dazu ein, seinen Vorentscheid mit dem Namen der Schule und dem Titel des Projekts an einzusenden
  • Prüfen Sie Ihre Angaben, bevor Sie das Gesuch absenden.

Speichern Sie jede Seite, bevor sie weiter zur nächsten Seite übergehen. Bei Problemen auf einer Seite ist es möglich, über die linke Sparte zu navigieren.

Der Kulturfunken hat ein vorerfasstes Raster zu Händen der Lehrpersonen, welche ein Gesuch vorbereiten, entwickelt. Es basiert auf den Seiten des Onlineformulars. Die Lehrpersonen füllen es aus, und übermitteln es ihrer Leitung. Die Leitung stellt dann das Onlinegesuch anhand dieses Dokumentes.

3. Bearbeitung der Gesuche

Unter Vorbehalt, dass die Gesuche den Unterstützungskriterien entsprechen, werden sie von einer dreiteiligen Steuerungsgruppe bearbeitet, welche aus den Chefs der Dienststelle für Kultur, der Dienststelle für Unterrichtswesen und der Dienststelle für Berufsbildung besteht. Gesuche, die unvollständig oder nach Ablauf der Frist eingereicht werden oder welche die Zulässigkeitskriterien nicht erfüllen, werden unbehandelt abgelehnt.

Basierend auf der Vorentscheidung wird das für die Kultur zuständige Departement dem Antragsteller die gefällte Entscheidung schriftlich mitteilen, und zwar innerhalb der unten aufgeführten Fristen:

Vollständiges und zulässiges Gesuch eingereicht am :

Behandlung durch die Steuerungsgruppe

Antwort spätestens am :

1. Dezember und 28./29. Februar

März

15. April

1. März und 30. April

Mai

15. Juni

1. Mai und 30. September

Oktober

15. November

1. Oktober und 30. November

Dezember

15. Januar

4. Verpflichtung, die gewährte Unterstützung zu erwähnen

Die Schulen verpflichten sich dazu, die gewährte Unterstützung folgendermassen zu erwähnen:

  • Indem sie die Unterstützung des Kantons durch die Nutzung des Kulturfunken-Logos auf ihren Kommunikationsunterlagen kenntlich machen
  • Indem sie bei öffentlichen Vorstellungen des Projekts oder bei Kontakten mit den Medien deutlich erwähnen, dass ihr Projekt vom Kulturfunken-Programm der Dienststelle für Kultur des Kantons Wallis unterstützt wird.

 

Vorgehen, um die Auszahlung einer Unterstützung zu erhalten

1. Das Zahlungsdossier erstellen

Für die Begleitung eines kulturellen Schulprojekts durch einen Kulturschaffenden

Nach seiner letzten Lektion überreicht der Kulturschaffende der Schule seine Abrechnung. Sie bescheinigt die Lektionen, die er im Rahmen des Projektes durchgeführt hat. Die Schulleitung bereitet dann folgende Zahlungsunterlagen vor:

  • Die ausgefüllte und unterschriebene Abrechnung für Schulprojekte
  • Die Kopie der Rechnung des Kulturschaffenden
  • Einen Einzahlungsschein im Namen der Schule oder der Gemeinde (für Schulen ohne Konto)

Für den Ankauf einer kulturellen Produktion

Nachdem die Schule eine kulturelle Produktion verfolgt hat, bereitet die Schulleitung dann folgende Zahlungsunterlagen vor:

  • Die ausgefüllte und unterschriebene Abrechnung für Schulprojekte
  • Die Kopie der Rechnung des Kulturschaffenden oder der besuchten Kultureinrichtung
  • Einen Einzahlungsschein im Namen der Schule oder der Gemeinde (für Schulen ohne Konto)

2. Das Zahlungsdossier einsenden

Die Schulleitung lässt dem Kulturfunken das vollständige Zahlungsdossier zukommen:

  • In der Form einer einzigen Email mit allen Unterlagen als PDF-Dateien an
  • Spätestens 2 Monate nach Abschluss des Projekts

3. Die Unterstützung dem Kulturschaffenden auszahlen

Die Auszahlung der Unterstützung durch den Kulturfunken erfolgt nach Eingang des vollständigen Zahlungsdossiers. Sie wird der Schule überwiesen, da sie das Gesuch gestellt hat. Die Schule muss sie dann vollständig dem Kulturschaffenden zukommen lassen.

Der Kulturfunken empfiehlt den Schulen, den Kulturschaffende am Ende des Projekts direkt zu bezahlen. In einem zweiten Schritt schickt die Schule dann dem Kulturfunken das Zahlungsdossier.

Kontakt

Sandy Clavien 

Verantwortliche Kulturfunken

027 606 45 98


Dienststelle für Kultur des Kantons Wallis
Kulturfunken
Rue de Lausanne 45
Postfach 182
CH - 1950 Sitten


 

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